Gesprächsforum „German Angst“
Amerikanische Publizisten diagnostizierten in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine merkwürdige Krankheit bei den Deutschen, die „German Angst“, und meinten damit den Hang der Deutschen, sich tausend Gedanken zu machen, anstatt angemessen auf die Realität zu reagieren und zu handeln. Sabine Bode, Autorin des Buches „Die deutsche Krankheit – German Angst“ (München 2010), hält es für wahrscheinlich, dass der deutschen Mutlosigkeit unbewusste Ängste aus noch unverarbeiteten Kriegserlebnissen zugrunde liegen und an die folgenden Generationen weitergegeben werden. Solche Ängste und das damit verbundene Sicherheitsbedürfnis führen zu ausufernden Überregierung und Kontrollsucht.
Ein Gesprächsforum zum Thema „German Angst“ bieten wir, kostenlos und offen für Interessierte, an.
Termine: 14.02., 13.03., 08.05. und 12.06.2012, 10:00 – 11:30 Uhr
Leitung: Dr. Heinz Lillig
Nachkriegskinder -
Zeitzeugen für den Schulunterricht
Einige Teilnehmer des Gesprächskreises Nachkriegsgeneration besuchen auf Anfrage Schulklassen ab Jahrgangsstufe 10. Als „Zeitzeugen“ erzählen sie über ihre Erlebnisse in der Zeit des Nationalsozialismus und des Wiederaufbaus. Dabei geht es im Wesentlichen um persönliche Erlebnisse, die subjektive Schilderung des alltäglichen Lebens mit seiner individuellen Auswirkungen auf unterschiedliche Menschen. Eine „Zeitzeugen-Stunde“ setzt die inhaltliche Vorbereitung auf das Thema Nationalsozialismus im Rahmen des Unterrichts voraus! Die Veranstaltung kann nach Absprache in der jeweiligen Schule oder im Mehrgenerationenhaus Neuwied stattfinden.
Interessierte Lehrer, Schüler, Schulen wenden sich zwecks weiterer Information an das MGH, Telefon 02631 344596
